Formel 1 live : Saudi-Arabien GP 2025 – Trainingsergebnisse, Zeiten und Updates im Überblick

Formel 1 live : Saudi-Arabien GP 2025 - Trainingsergebnisse, Zeiten und Updates im Überblick

Die Formel-1-Saison 2025 nimmt in Saudi-Arabien richtig Fahrt auf. Beim zweiten Rennwochenende in Dschidda zeigen die freien Trainingseinheiten bereits spannende Kräfteverhältnisse. McLaren dominiert das erste Training, während Alpine im zweiten Training überraschend die Spitze übernimmt. Die Fahrer kämpfen auf dem anspruchsvollen Stadtkurs mit seinen schnellen Kurven und engen Passagen um jede Tausendstel Sekunde.

McLaren dominiert erstes Training in Dschidda

Im ersten freien Training zum Saudi-Arabien Grand Prix 2025 setzte McLaren ein deutliches Ausrufezeichen. Lando Norris fuhr mit einer Zeit von 1:28.340 die schnellste Runde und positionierte sich damit an der Spitze des Feldes. Sein Teamkollege Oscar Piastri komplettierte mit nur 0,090 Sekunden Rückstand den McLaren-Doppelerfolg. Diese dominante Vorstellung unterstreicht die starke Form des britischen Rennstalls zu Beginn der Saison.

Max Verstappen im Red Bull konnte als Dritter den Anschluss halten, musste sich jedoch mit 0,207 Sekunden Rückstand auf Norris begnügen. Der Weltmeister wirkte dennoch zufrieden mit der Performance seines Boliden auf dem anspruchsvollen Stadtkurs. Carlos Sainz im Williams-Cockpit überraschte mit einer soliden vierten Position, gefolgt von Yuki Tsunoda im zweiten Red Bull.

Die Mercedes-Piloten zeigten unterschiedliche Leistungen: George Russell platzierte sich auf Rang sechs, während Neuling Kimi Antonelli auf Position elf landete. Ferrari-Neuzugang Lewis Hamilton kam nicht über Platz zwölf hinaus und hatte sichtlich Mühe, seinen Boliden auf der schnellen Strecke optimal zu positionieren.

Überraschung im zweiten Training: Gasly an der Spitze

Das zweite freie Training brachte eine faustdicke Überraschung: Pierre Gasly setzte im Alpine die Bestzeit mit 1:29.239 und verwies damit McLaren-Pilot Lando Norris um 0,007 Sekunden auf den zweiten Platz. Diese unerwartete Spitzenleistung des französischen Teams sorgte im Fahrerlager für Aufsehen. Ferrari-Pilot Charles Leclerc komplettierte die Top 3 mit nur 0,070 Sekunden Rückstand auf Gasly.

Die Zeitabstände im zweiten Training fielen extrem eng aus, was auf ein spannendes Qualifying hindeutet. Die ersten zehn Fahrer lagen innerhalb von nur 0,582 Sekunden – ein Beleg für das hohe Leistungsniveau in der Formel 1 2025. Bemerkenswert war auch die verbesserte Performance von Alexander Albon im Williams, der sich auf den fünften Rang vorarbeitete.

Weltmeister Max Verstappen fiel hingegen auf den neunten Platz zurück, was Fragen zur Abstimmung seines Red Bull aufwirft. Auch Lewis Hamilton konnte sich nur marginal verbessern und landete auf Position acht. Die Nachwuchsfahrer zeigten ebenfalls beachtliche Leistungen: Liam Lawson im RB erreichte Platz elf, während Jack Doohan im zweiten Alpine auf Position 16 fuhr.

Die Top-Zeiten des zweiten Trainings im Überblick:

Position Fahrer Team Beste Zeit Runden
1 Pierre Gasly Alpine 1:29.239 25
2 Lando Norris McLaren 1:29.246 25
3 Charles Leclerc Ferrari 1:29.309 28
4 Oscar Piastri McLaren 1:29.341 25
5 Alexander Albon Williams 1:29.606 23

Jungfahrer und Debütanten im Fokus des Saudi-Trainings

Das Trainingswochenende in Saudi-Arabien bietet auch einen spannenden Blick auf die neue Generation von Formel-1-Talenten. Kimi Antonelli im Mercedes zeigt mit Platz 13 im zweiten Training eine solide Leistung für einen Rookie. Der junge Italiener absolvierte insgesamt 24 Runden und sammelte wertvolle Erfahrung auf dem technisch anspruchsvollen Kurs.

Besonders bemerkenswert ist das Abschneiden von Isack Hadjar im RB-Boliden. Der Franzose erreichte im ersten Training Rang 13 und zeigte damit sein Potenzial. Auch Oliver Bearman im Haas-Cockpit macht kontinuierliche Fortschritte und konnte im zweiten Training auf Position 18 fahren.

Die Trainingseinheiten offenbarten folgende Herausforderungen für die Nachwuchsfahrer:

  • Umgang mit den hohen Geschwindigkeiten auf dem Stadtkurs
  • Optimale Nutzung der Reifen über eine komplette Runde
  • Anpassung an wechselnde Streckenbedingungen
  • Finden der idealen Abstimmung zwischen Abtrieb und Topspeed
  • Mentale Bewältigung des Drucks bei einem High-Speed-Stadtkurs

Ausblick auf Qualifying und Rennpace in Dschidda

Die Trainingszeiten deuten auf ein extrem enges Qualifying am Samstag hin. McLaren hat zwar im ersten Training dominiert, musste sich aber im zweiten Training Alpine und Ferrari geschlagen geben. Die wahren Kräfteverhältnisse werden sich erst zeigen, wenn alle Teams ihre Motorleistung voll ausschöpfen.

Interessant ist auch die Entwicklung bei den Longruns, die auf die Rennpace schließen lassen. Hier zeigten Mercedes und Ferrari konstante Rundenzeiten, während Red Bull mit ungewöhnlichen Schwankungen zu kämpfen hatte. Diese Faktoren könnten am Sonntag entscheidend sein, wenn der Reifenmanagement auf dem abrasiven Asphalt von Dschidda zum Schlüsselfaktor wird.

Die Teams werden die Daten der beiden Trainingseinheiten intensiv analysieren und ihre Abstimmungen für das finale Training und das Qualifying optimieren. Mit Blick auf die engen Zeitabstände könnte jede noch so kleine Änderung am Setup den Unterschied zwischen Pole Position und zweiter Startreihe ausmachen.

  1. McLaren bleibt trotz der Überraschung im zweiten Training Favorit für die Pole
  2. Alpine könnte nach der starken Performance das Überraschungsteam werden
  3. Red Bull muss noch Abstimmungsprobleme lösen, um im Qualifying konkurrenzfähig zu sein
  4. Ferrari scheint insbesondere mit Leclerc gut positioniert für die Qualifikation
  5. Die Williams-Fahrer Sainz und Albon könnten für positive Überraschungen sorgen
Maximilian Hoffmann
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