Verstappen sichert sich bei wechselhaften Bedingungen in Silverstone die Pole-Position mit einer beeindruckenden Rundenzeit von 1:24.892. Der amtierende Weltmeister überzeugte am Samstag mit einer fehlerfreien Leistung und verwies die beiden McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris auf die Plätze zwei und drei.
Dominante leistung von Verstappen unter schwierigen bedingungen
Max Verstappen demonstrierte einmal mehr seine außergewöhnlichen Fähigkeiten im Qualifying zum Großbritannien Grand Prix 2025. Bei windigen Verhältnissen auf der traditionellen Strecke in Silverstone zeigte der Red Bull-Pilot eine tadellose Vorstellung und sicherte sich seine vierte Pole-Position der laufenden Saison.
„Die Bedingungen waren wirklich knifflig mit dem Wind“, erklärte Verstappen nach der Session. „Er änderte ständig seine Richtung. Diese Autos reagieren extrem empfindlich darauf.“ Seine entscheidende Runde war gerade gut genug, um sich vor den stark fahrenden McLaren zu platzieren.
Die Pole-Position bedeutet einen wichtigen Aufschwung für Verstappen und sein Team, nachdem er beim vergangenen Rennen in Österreich nur den siebten Startplatz erreicht hatte und bereits in der ersten Runde ausgeschieden war. Dieser Rückschlag hatte seine Titelverteidigung erheblich erschwert – aktuell liegt er 61 Punkte hinter Spitzenreiter Piastri in der Gesamtwertung.
Mit dieser Leistung in Silverstone unterstreicht Verstappen jedoch eindrucksvoll seine Fähigkeit, im entscheidenden Moment den Unterschied zu machen. Es ist seine dritte Pole-Position auf dem britischen Kurs, womit er mit Sebastian Vettel gleichzieht, der ebenfalls 44 Poles für Red Bull erreichte.
McLaren bestätigt starke form mit doppeltem podiumsplatz
Die McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris sicherten sich die Plätze zwei und drei im Qualifying und bestätigten damit die beeindruckende Form des Teams. Piastri fehlten lediglich 0,109 Sekunden auf Verstappens Bestzeit, während Norris nur 0,009 Sekunden langsamer war als sein Teamkollege.
„Die erste Runde war wirklich hervorragend“, kommentierte Piastri seine Leistung. „Ich versuchte zu überlegen, wie ich noch schneller fahren könnte, aber es war nicht möglich.“ Der Australier führt derzeit die Weltmeisterschaft an und hat 15 Punkte Vorsprung auf Norris, seinen engsten Verfolger.
Norris, der in den Freitagstrainings noch der schnellere der beiden McLaren-Fahrer zu sein schien, verlor am Samstag bei kühleren und windigeren Bedingungen etwas an Tempo. Dennoch zeigte er sich zufrieden: „Ein gutes Qualifying. Ich bin nicht unzufrieden mit dem dritten Platz, obwohl ich hier in Silverstone gerne ganz vorne stehen würde.“
Die wichtigsten Faktoren für McLarens Erfolg in dieser Saison sind:
- Konstante Aerodynamik-Entwicklung
- Hervorragende Fahrerwahl mit Piastri und Norris
- Effiziente Nutzung der Reifen
- Strategische Flexibilität bei wechselnden Bedingungen
Mercedes und Ferrari kämpfen um die zweite reihe
Die zweite Startreihe für den Großbritannien Grand Prix sicherten sich George Russell im Mercedes und Lewis Hamilton im Ferrari. Russell qualifizierte sich mit einer Zeit von 1:25.029 für den vierten Startplatz, während Hamilton mit 1:25.095 den fünften Platz belegte.
Hamilton, der am Freitag noch vielversprechende Rundenzeiten gezeigt hatte, konnte diese Form nicht ganz ins Qualifying übertragen. Dennoch lag er nur 0,203 Sekunden hinter Verstappens Pole-Zeit, was die Ausgeglichenheit im Spitzenfeld unterstreicht. Es ist bereits das dritte Mal in vier Rennen, dass Hamilton seinen Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc im Qualifying schlägt.
Leclerc landete mit einem Rückstand von nur 0,026 Sekunden auf Hamilton auf dem sechsten Platz. Die geringen Zeitabstände zwischen den Spitzenteams versprechen ein spannendes Rennen am Sonntag.
| Position | Fahrer | Team | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Max Verstappen | Red Bull | 1:24.892 |
| 2 | Oscar Piastri | McLaren | 1:24.995 |
| 3 | Lando Norris | McLaren | 1:25.010 |
| 4 | George Russell | Mercedes | 1:25.029 |
| 5 | Lewis Hamilton | Ferrari | 1:25.095 |
Das mittelfeld und die auswirkungen der strafen
Im Mittelfeld gab es einige bemerkenswerte Leistungen und Verschiebungen durch Gridstrafen. Andrea Kimi Antonelli qualifizierte sich im Mercedes für den siebten Startplatz, wird aber aufgrund einer Drei-Platz-Strafe vom Österreich-Grand-Prix auf Position zehn zurückgestuft.
Oliver Bearman im Haas zeigte mit dem achten Startplatz eine starke Leistung, muss jedoch aufgrund einer 10-Platz-Strafe für einen Unfall im Freien Training auf Position 18 starten. Von diesen Strafen profitieren Fernando Alonso (Aston Martin), der von Platz neun auf sieben vorrückt, und Pierre Gasly (Alpine), der von Platz zehn auf acht aufsteigt.
Carlos Sainz qualifizierte sich im Williams für den elften Startplatz, rückt aber auf Position neun vor. Yuki Tsunoda im zweiten Red Bull, der im Q2 0,510 Sekunden langsamer war als Verstappen in derselben Session, startet von Position 11.
Die Startaufstellung für das Rennen gestaltet sich durch die verschiedenen Strafen wie folgt:
- Max Verstappen (Red Bull)
- Oscar Piastri (McLaren)
- Lando Norris (McLaren)
- George Russell (Mercedes)
- Lewis Hamilton (Ferrari)
- Charles Leclerc (Ferrari)
- Fernando Alonso (Aston Martin)
- Pierre Gasly (Alpine)
- Carlos Sainz (Williams)
- Andrea Kimi Antonelli (Mercedes)
Franco Colapinto erlebte ein enttäuschendes Qualifying mit einem Dreher in der Club Corner während Q1. Der argentinische Fahrer, dessen Position bei Alpine zunehmend unsicher erscheint, wird das Rennen vom letzten Startplatz aus beginnen müssen. Seit seiner Übernahme des Cockpits von Jack Doohan vor sechs Rennwochenenden hat Colapinto Schwierigkeiten, zu überzeugen.


