Die Formel-1-Fans durften sich am Freitag über ein spannendes Freies Training in Silverstone freuen. Lando Norris demonstrierte beeindruckende Geschwindigkeit und sicherte sich die Bestzeit vor dem Ferrari-Duo. Bei windigen Bedingungen zeigte der McLaren-Pilot seine Heimstärke auf britischem Asphalt.
Norris dominiert das zweite Training bei herausfordernden Windbedingungen
Im zweiten Freien Training zum Großbritannien-Grand-Prix setzte Lando Norris ein deutliches Zeichen. Der McLaren-Fahrer fuhr mit einer Zeit von 1:25,816 Minuten an die Spitze des Feldes und distanzierte Charles Leclerc im Ferrari um beachtliche vier Zehntelsekunden. Die Umgebungstemperaturen waren im Vergleich zur ersten Session leicht gestiegen, was die Streckenbedingungen beeinflusste.
Besonders bemerkenswert waren die Windverhältnisse in Silverstone, die allen Fahrern zu schaffen machten. Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h erschwerten die Fahrzeugkontrolle erheblich. Carlos Sainz wurde ein prominentes Opfer dieser tückischen Bedingungen, als er nach 15 Minuten in der zweiten Session ausgangs Luffield einen Dreher hinlegte und dabei beinahe mit Lewis Hamiltons Mercedes kollidierte.
Die Leistungsfähigkeit des McLaren MCL38 auf der traditionsreichen Strecke ist beeindruckend. Norris‘ Teamkollege Oscar Piastri komplettierte das starke Ergebnis mit dem vierten Platz, nur 0,47 Sekunden hinter der Bestzeit.
| Position | Fahrer | Team | Zeit | Abstand |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Lando Norris | McLaren | 1:25,816 | – |
| 2 | Charles Leclerc | Ferrari | 1:26,202 | +0,386 |
| 3 | Lewis Hamilton | Mercedes | 1:26,116 | +0,300 |
| 4 | Oscar Piastri | McLaren | 1:26,286 | +0,470 |
Ferrari zeigt starke Pace während der Qualifying-Simulation
Die Scuderia Ferrari bewies mit beiden Fahrern ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Silverstone Circuit. Charles Leclerc setzte zunächst die Messlatte mit einer Zeit von 1:26,202 Minuten hoch, konnte jedoch Norris‘ überragende Runde nicht kontern. Der Monegasse berichtete nach seiner schnellen Runde von Problemen am linken Vorderreifen, die ihn möglicherweise Zeit gekostet haben.
In der ersten Phase des Trainings zeigten die roten Boliden eine Fortsetzung ihrer starken Form aus dem ersten Training. Dies deutet darauf hin, dass Ferrari in Großbritannien ein ernsthafter Herausforderer sein könnte. Nach den jüngsten Erfolgen scheint das Team aus Maranello seinen Aufwärtstrend fortzusetzen.
Lewis Hamilton führte zwischenzeitlich das Feld auf den Medium-Reifen an, bevor die Qualifyingsimulation auf den weicheren C4-Reifen begann. Der siebenfache Weltmeister musste seinen ersten Versuch auf den Soft-Reifen abbrechen, konnte sich aber später noch auf den dritten Platz verbessern – allerdings mit einem Rückstand von 0,3 Sekunden auf Norris.
Verstappen kämpft mit Untersteuern in schnellen Kurven
Weltmeister Max Verstappen konnte im zweiten Training nicht seine gewohnte Dominanz zeigen. Der Red-Bull-Pilot beendete die Session auf dem fünften Platz, knapp hinter Oscar Piastri. Verstappen berichtete über Funk von Problemen mit dem Einlenkverhalten seines Boliden in den schnellen Passagen der Strecke.
Diese Schwierigkeiten könnten dem Niederländer im weiteren Verlauf des Wochenendes noch Kopfzerbrechen bereiten, da gerade die schnellen Kurven in Silverstone für die Rundenzeit entscheidend sind. Die Herausforderungen für Red Bull werden durch folgende Faktoren verstärkt:
- Starke Windböen, die das ohnehin schwierige Fahrverhalten noch unberechenbarer machen
- Die zunehmende Konkurrenzfähigkeit von McLaren und Ferrari
- Die spezifischen Streckeneigenschaften in Silverstone mit vielen schnellen Kurvenpassagen
- Die Reifenabnutzung auf dem rauen britischen Asphalt
Andrea Kimi Antonelli zeigte eine beeindruckende Leistung und sicherte sich den sechsten Platz im Mercedes. Der junge Testfahrer bewies sein Talent trotz eines Rutschmoments in der Club-Kurve, der ihn Zeit kostete. Diese Performance wird sicherlich die Aufmerksamkeit der Teamverantwortlichen auf sich gezogen haben.
Racing Bulls überraschen mit starker Performance
Die Racing Bulls-Piloten Isack Hadjar und Liam Lawson komplettierten die Top Ten und überraschten mit ihrer Konkurrenzfähigkeit. Hadjar war nur 0,001 Sekunden langsamer als George Russell im Mercedes und bewies damit das Potenzial des RB-Boliden auf der anspruchsvollen Strecke.
Lance Stroll im Aston Martin konnte sich ebenfalls im vorderen Mittelfeld platzieren und belegte den siebten Rang. Sein Teamkollege Fernando Alonso hatte hingegen mehr Mühe mit den schwierigen Streckenbedingungen und fand sich außerhalb der Top Ten wieder.
Die Vorbereitungen für das Qualifying am Samstag laufen auf Hochtouren. Die Teams werden die Daten des Freitags intensiv analysieren, um ihre Fahrzeugabstimmungen für die entscheidende Zeitenjagd zu optimieren. Bei den erwarteten wechselhaften Wetterbedingungen könnte das Qualifying für einige Überraschungen sorgen.
Die britischen Fans dürfen sich auf ein spannendes Heimrennen freuen, besonders mit Lando Norris in Bestform. Der McLaren-Pilot hat gute Chancen, seine Pole-Position-Serie fortzusetzen und vielleicht sogar seinen zweiten Grand-Prix-Sieg vor heimischem Publikum zu erringen.
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