Sainteloc Racing dominiert mit Audi R8 beim 24-Stunden-Spa-Prologue

Sainteloc Racing dominiert mit Audi R8 beim 24-Stunden-Spa-Prologue

Bei den offiziellen Testfahrten zum CrowdStrike 24 Stunden von Spa hat das Sainteloc Racing Team mit seinen Audi R8 LMS GT3 Evo II beeindruckende Leistungen gezeigt. Der belgische Fahrer Gilles Magnus setzte im Audi mit der Startnummer 25 die schnellste Zeit über die gesamten zwei Testtage und unterstrich damit die Stärke des französischen Rennstalls auf der legendären Ardennen-Strecke.

Dominante leistung von Sainteloc und Audi beim Spa-Prologue

Mit einer bemerkenswerten Rundenzeit von 2:16.223 setzte Gilles Magnus bereits in der ersten von vier Testsessions am Dienstagmorgen ein klares Zeichen. Diese Zeit blieb während der gesamten Testfahrten unerreicht und demonstrierte das Potenzial der für die Bronze Cup-Kategorie gemeldeten Mannschaft. Magnus teilt sich das Cockpit des Audi R8 mit Benjamin Ricci und Paul Evrard, wobei ein vierter Fahrer für das 24-Stunden-Rennen im nächsten Monat noch bekannt gegeben werden muss.

Die Sainteloc Racing Dominanz wurde durch das starke Abschneiden des zweiten Teamfahrzeugs mit der Startnummer 26 unterstrichen, das den fünften Gesamtrang belegte. Diese doppelte Platzierung in den Top-6 verdeutlicht die ausgezeichnete Vorbereitung des Teams auf eines der anspruchsvollsten GT-Rennen des Jahres.

Der Audi R8 LMS GT3 Evo II zeigte sich auf der Strecke von Spa-Francorchamps besonders ausgeglichen. Die charakteristischen Eigenschaften des Fahrzeugs – präzises Handling in schnellen Kurven und Stabilität bei wechselnden Wetterbedingungen – kommen auf diesem anspruchsvollen Kurs besonders zur Geltung. Folgende Faktoren spielten dabei eine wichtige Rolle:

  • Ausgewogene Aerodynamik für die schnellen Passagen von Eau Rouge und Raidillon
  • Effiziente Kraftstoffnutzung für die Langstreckenstrategie
  • Zuverlässiges Fahrverhalten über lange Stints
  • Optimierte Reifenmanagement-Strategien

Scharfer wettbewerb in allen kategorien

Die Konkurrenz beim Prologue zeigte sich äußerst eng, mit nur minimalen Zeitunterschieden zwischen den Spitzenfahrzeugen. Dean MacDonald erreichte im Garage 59 McLaren 720S GT3 Evo mit der Startnummer 58 den zweiten Gesamtrang – mit nur 0,006 Sekunden Rückstand auf Magnus. Gleichzeitig sicherte er sich damit die schnellste Zeit in der Gold Cup-Kategorie und unterstrich die Leistungsdichte im Feld.

Steven Palette setzte in der vierten und letzten Session im Pro-Am eingesetzten HAAS RT mit der Nummer 28 die drittschnellste Gesamtzeit mit 2:16.291. Thomas Fleming folgte auf dem vierten Platz im Garage 59 McLaren mit der Startnummer 188, vor dem bereits erwähnten zweiten Sainteloc Audi und einem Mercedes-AMG GT3 Evo des 2 Seas Motorsport Teams auf Rang sechs.

Position Fahrer Team Fahrzeug Zeit
1 Gilles Magnus Sainteloc Racing Audi R8 LMS GT3 Evo II #25 2:16.223
2 Dean MacDonald Garage 59 McLaren 720S GT3 Evo #58 2:16.229
3 Steven Palette HAAS RT Audi #28 2:16.291
5 Sainteloc Racing Audi R8 LMS GT3 Evo II #26

In der prestigeträchtigen Pro-Klasse war Fabian Schiller im Mercedes-AMG Team GetSpeed mit der Startnummer 17 der schnellste Fahrer und belegte damit den siebten Gesamtrang. Edoardo Liberati im Nordique Racing Mercedes und Marvin Dienst im Winward Racing Fahrzeug mit der Nummer 81 komplettierten die Top-9, während Mikey Porter im Optimum Motorsport McLaren die Top-10 abrundete.

Vorbereitung auf die 24-stunden-herausforderung

Der Prologue dient den Teams als entscheidende Vorbereitungsphase für das eigentliche 24-Stunden-Rennen, das nächsten Monat stattfinden wird. Die Testfahrten ermöglichen es den Mannschaften, verschiedene Setup-Varianten zu erproben, die Fahrzeugleistung unter unterschiedlichen Bedingungen zu analysieren und wertvolle Daten für die Rennstrategie zu sammeln.

Der Testzeitraum verlief nicht ohne Zwischenfälle. Mehrere rote Flaggen unterbrachen die Sessions, wobei der schwerwiegendste Vorfall am Dienstagnachmittag eintrat, als der BMW M4 GT3 EVO des Teams BMW Italia Ceccato Racing mit der Nummer 15 in der berüchtigten Raidillon-Kurve verunfallte. Diese Passage gehört zu den anspruchsvollsten Streckenabschnitten im internationalen Motorsport und stellt eine besondere Herausforderung für Mensch und Material dar.

Die Ergebnisse des Prologues geben einen ersten Eindruck von den Kräfteverhältnissen, die beim 24-Stunden-Rennen herrschen könnten. Doch wie bei Langstreckenrennen üblich, werden Faktoren wie Zuverlässigkeit, Strategie und Teamarbeit mindestens genauso entscheidend sein wie die pure Geschwindigkeit. Das Sainteloc Racing Team hat mit seiner Audi-Flotte jedenfalls ein starkes Statement abgegeben und sich als einer der Favoriten für das Hauptevent positioniert.

Ben richter
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