Die Audi AG verzeichnet im ersten Quartal 2025 bemerkenswerte Finanzergebnisse, trotz der aktuellen Herausforderungen in der Automobilbranche. Mit einem Umsatz von 15,4 Milliarden Euro konnte der deutsche Premiumhersteller eine Steigerung von 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielen. Besonders die wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen trug wesentlich zu diesem Erfolg bei.
Elektrische Zukunft: Audis starke BEV-Verkaufszahlen
Im ersten Quartal 2025 lieferte Audi weltweit 46.371 vollelektrische Fahrzeuge aus, was einem beeindruckenden Anstieg von 30,1 Prozent entspricht. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist in verschiedenen europäischen Märkten besonders stark gewachsen:
- Frankreich: 169% Steigerung
- Schweiz: 120% Zuwachs
- Niederlande: 87% Anstieg
- Norwegen: 64% Erhöhung
- Deutschland: 59% Wachstum mit 8.640 ausgelieferten Einheiten
Diese Zahlen unterstreichen Audis erfolgreiche Elektrifizierungsstrategie, die trotz eines insgesamt herausfordernden Marktumfelds Früchte trägt. Der Absatz vollelektrischer Modelle stieg im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 50,4 Prozent auf 25.129 Einheiten.
Gernot Döllner, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, betont: „Die ersten Monate 2025 haben wir entscheidende Schritte zur Neupositionierung unseres Unternehmens unternommen. Unsere Modelloffensive kommt jetzt Schritt für Schritt auf die globalen Märkte. Besonders ermutigend sind die Verkaufs- und Auftragseingangszahlen für unsere neuen Elektromodelle.“
Finanzielle Performance im ersten Quartal
Die finanziellen Ergebnisse des ersten Quartals 2025 zeigen ein differenziertes Bild. Während der Umsatz deutlich stieg, beläuft sich der Betriebsgewinn auf 537 Millionen Euro. Die Umsatzrendite liegt bei 3,5 Prozent, was hauptsächlich auf höhere Herstellungskosten, Rückstellungen für die CO2-Regulierung und den steigenden Anteil von Elektrofahrzeugen zurückzuführen ist.
Der Netto-Cashflow beträgt -61 Millionen Euro. Diese Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen Audi konfrontiert ist, trotz der positiven Umsatzentwicklung. Jürgen Rittersberger, Finanzvorstand von Audi, erklärt: „Unsere Kennzahlen für das erste Quartal zeigen deutlich, dass wir unsere Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern müssen und daher die Transformation von Audi mit voller Kraft vorantreiben.“
| Kennzahl | Q1 2025 | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Umsatz | 15,4 Mrd. € | +12,4% |
| Betriebsgewinn | 537 Mio. € | – |
| Umsatzrendite | 3,5% | – |
| Elektrofahrzeugverkäufe | 46.371 Einheiten | +30,1% |
| Gesamtauslieferungen | 383.401 Fahrzeuge | -3,4% |
Globale Marktentwicklung und regionale Unterschiede
Trotz des positiven Trends bei Elektrofahrzeugen verzeichnete Audi bei den Gesamtauslieferungen einen leichten Rückgang. Im ersten Quartal wurden weltweit 383.401 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Rückgang von 3,4 Prozent entspricht. Die Entwicklung variiert jedoch stark je nach Region:
In Europa (ohne Deutschland) sanken die Auslieferungen um 3 Prozent auf 112.707 Einheiten. Im Gegensatz dazu erlebte Audi in Deutschland einen Anstieg um 4,8 Prozent auf 48.447 Einheiten. Besonders erfreulich entwickelten sich die Märkte in Polen, Kroatien und Österreich, wo Audi sein bestes erstes Quartal aller Zeiten verzeichnete.
In Nordamerika (ohne Mexiko) gingen die Auslieferungen um 2,1 Prozent auf 48.599 Einheiten zurück, was hauptsächlich auf den Generationswechsel bei mehreren Modellen zurückzuführen ist. In China, einem Schlüsselmarkt für Audi, sanken die Auslieferungen um 7 Prozent auf 144.471 Einheiten, bedingt durch den zunehmenden Wettbewerb auf dem chinesischen Markt.
- Deutschland: 48.447 Einheiten (+4,8%)
- Europa (ohne Deutschland): 112.707 Einheiten (-3%)
- Nordamerika (ohne Mexiko): 48.599 Einheiten (-2,1%)
- China: 144.471 Einheiten (-7%)
Strategische Ausrichtung und Zukunftsaussichten
Angesichts der aktuellen Herausforderungen hat Audi klare strategische Weichen gestellt. Ein wesentlicher Bestandteil ist die im März zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat geschlossene Zukunftsvereinbarung, die auf eine Steigerung der Produktivität, Geschwindigkeit und Flexibilität an den deutschen Standorten abzielt.
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet die Audi Group mit einem Umsatz zwischen 67,5 und 72,5 Milliarden Euro. Die Betriebsmarge wird voraussichtlich zwischen 7 und 9 Prozent liegen, während der Netto-Cashflow zwischen 3 und 4 Milliarden Euro erwartet wird.
Allerdings gibt es noch Unsicherheiten bezüglich der finanziellen Auswirkungen von Importzöllen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, sowie der genauen Auswirkungen der Zukunftsvereinbarung, da einige Teile der Vereinbarung noch ausgearbeitet werden.
In China plant Audi, sein Elektrofahrzeugportfolio schnell auszubauen und seine lokalen Aktivitäten durch auf den chinesischen Markt zugeschnittene Modelle sowie Partnerschaften mit lokalen Unternehmen zu stärken. Diese Strategie soll dazu beitragen, die Position von Audi in diesem wichtigen Markt trotz des zunehmenden Wettbewerbs zu festigen und auszubauen.


