Ah, der elektrische VW Crafter – ein Transportfahrzeug, das die Elektromobilität in die Welt der Nutzfahrzeuge bringt. Als leidenschaftlicher Autoliebhaber muss ich zugeben, dass ich anfangs skeptisch war. Doch nach einer ausgiebigen Testfahrt durch die engen Gassen einer Großstadt bin ich positiv überrascht. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf dieses innovative Gefährt werfen und herausfinden, was den e-Crafter so besonders macht.
Elektrischer antrieb: leise kraft für die stadt
Der elektrische VW Crafter ist mit einem 100 kW starken Elektromotor ausgestattet, der eine Leistung von beachtlichen 136 PS auf die Straße bringt. Das Drehmoment von 290 Nm sorgt für einen kräftigen Antritt, der mich an meine erste Fahrt in einem Porsche 911 erinnert – nur eben ohne das charakteristische Boxer-Brummen.
Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 90 km/h begrenzt, was für den Stadtverkehr mehr als ausreichend ist. Hier zeigt sich die wahre Stärke des e-Crafters: Er gleitet nahezu lautlos durch die Straßen, was nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Anwohner ein Segen ist. Kein Dieselgeratter mehr, das die Morgenstille stört!
Die Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 35,8 kWh ist das Herzstück dieses elektrischen Lastesels. Sie ermöglicht eine realistische Reichweite von etwa 120 Kilometern. Für Unternehmen mit planbaren Tagestouren im urbanen Raum ist das völlig ausreichend. Wer sich fragt, wie lange die Batterie eines Elektroautos im Durchschnitt hält, der kann beruhigt sein: Die Technologie hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt.
Praktische aspekte: laden und transportieren
Ein entscheidender Faktor für den Einsatz eines Elektrofahrzeugs ist die Ladezeit. Der e-Crafter punktet hier mit beeindruckenden Werten:
- 45 Minuten für eine 80%-Ladung an einer 50 kW CCS-Schnellladestation
- Etwa 5 Stunden an einer 7,2 kW Wallbox für eine vollständige Ladung
Diese Zeiten ermöglichen es, den Transporter während der Mittagspause oder über Nacht aufzuladen, ohne den Betriebsablauf zu stören. Es ist, als würde man sein Smartphone aufladen – nur eben in Übergröße und mit Rädern.
Was den Laderaum betrifft, so bietet der elektrische VW Crafter ein Volumen von 10,7 m³. Die Zuladung variiert je nach Modellvariante zwischen 970 und 1720 kg. Das ist beeindruckend und zeigt, dass Elektromobilität nicht auf Kosten der Funktionalität gehen muss. Hier eine Übersicht der wichtigsten Daten:
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Laderaumvolumen | 10,7 m³ |
| Zuladung | 970-1720 kg |
| Reichweite (kombiniert) | 113-115 km |
| Reichweite (Stadt) | 152-159 km |
Effizienz und umweltfreundlichkeit im fokus
Der Stromverbrauch des e-Crafters ist bemerkenswert niedrig. Im kombinierten Betrieb liegt er bei 29,8-29,1 kWh pro 100 km. Im Stadtverkehr, wo er sich am wohlsten fühlt, sinkt der Verbrauch sogar auf 20,8 kWh/100 km. Das ist effizienter als so manches Elektro-Spielzeugauto aus meiner Kindheit!
Ein weiterer Pluspunkt: Der e-Crafter produziert keine lokalen Emissionen. In Zeiten, in denen Umweltzonen in Innenstädten immer häufiger werden, ist das ein entscheidender Vorteil. Kurier-, Express- und Paketdienste können damit unbesorgt in jede Ecke der Stadt fahren, ohne Gefahr zu laufen, eine Umweltplakette zu benötigen.
Die Vielseitigkeit des e-Crafters zeigt sich auch in den verschiedenen Aufbauvarianten. Ob als Kastenwagen, Pritsche oder Kipper – für jeden Einsatzzweck gibt es die passende Lösung. Es ist, als hätte man einen Schweizer Taschenmesser unter den Transportern vor sich.
Ein blick in die zukunft der nutzfahrzeuge
Der elektrische VW Crafter ist mehr als nur ein Transportfahrzeug – er ist ein Vorbote der Zukunft. Mit seiner umfangreichen Serienausstattung, die Assistenzsysteme und Komfortfeatures umfasst, bietet er ein Fahrerlebnis, das man von einem Nutzfahrzeug kaum erwartet hätte.
Leider ist die Produktion des e-Crafters als Neufahrzeug eingestellt worden. Er ist nur noch als Gebraucht- oder Jahreswagen erhältlich. Das ist schade, zeigt aber auch, wie schnell sich der Markt für Elektrofahrzeuge entwickelt. Neue Modelle mit noch besseren Leistungsdaten drängen auf den Markt.
Der Preis von 53.900 Euro netto (Stand 2022) mag auf den ersten Blick hoch erscheinen. Bedenkt man jedoch die Einsparungen bei den Betriebskosten und mögliche Förderungen, relativiert sich diese Summe schnell.
Als Autoliebhaber muss ich gestehen: Der e-Crafter hat mich überrascht. Er vereint Tradition und Moderne auf eine Weise, die mich an die großen Innovationssprünge in der Automobilgeschichte erinnert. Vielleicht ist er tatsächlich das fehlende Bindeglied zwischen der Vergangenheit des Verbrennungsmotors und der elektrifizierten Zukunft. Eines ist sicher: Die Reise in die Welt der elektrischen Nutzfahrzeuge hat gerade erst begonnen, und ich bin gespannt, wohin sie uns noch führen wird.


