Hamilton führt Ferrari 1-2 beim Italien GP FP1 vor Leclerc an

Hamilton führt Ferrari 1-2 beim Italien GP FP1 vor Leclerc an

Ferrari sorgte beim ersten freien Training des Italien GP für einen Doppelerfolg, als Lewis Hamilton und Charles Leclerc die Zeitentabelle anführten. Der Brite sicherte sich mit einer Zeit von 1 :20.117 Minuten die Bestzeit und überholte damit seinen Teamkollegen um 0,169 Sekunden in den finalen Minuten der Session.

Hamilton übernimmt die Spitze in Monza

Die Aufholjagd von Hamilton begann erst spät in der Session. Zunächst dominierte Charles Leclerc das Zeitmonitor mit einer beeindruckenden Rundenzeit, die ihn über 0,4 Sekunden vor Max Verstappen platzierte. Der Red Bull-Pilot hatte früh mit seinem ersten Versuch auf Soft-Reifen begonnen und eine 1 :20.692 erreicht.

Verstappen berichtete jedoch über mangelnden Grip und konnte seine Zeit auf den roten Reifen nicht verbessern, nachdem er bereits auf Medium-Reifen den ersten Sektor absolviert hatte. Die Herausforderungen mit der Reifenabstimmung prägten das Verhalten verschiedener Fahrzeuge während der gesamten Trainingseinheit.

Hamilton nutzte die Schlussphase optimal aus und setzte seine entscheidende Runde genau in dem Moment, als die Hot-Laps auf Soft-Reifen ihren Höhepunkt erreichten. Diese taktische Meisterleistung brachte Ferrari einen perfekten Start ins Rennwochenende auf heimischem Boden.

Unterbrechungen und technische Probleme

Eine rote Flagge unterbrach die Session 25 Minuten vor Ende, nachdem Isack Hadjar bei der Variante Ascari Kies auf die Strecke gebracht hatte. Der Zandvoort-Podiumsfinisher war mit einem Rad durch die mittlere Kurve gefahren und hatte dabei Schotter auf den Asphalt geschleudert.

Leclerc erlebte während dieser Phase einen Schreckmoment, als er bei der Curva Grande einen Sauber überholte, gerade als die rote Flagge gezeigt wurde. Der Monegasse argumentierte, er habe so stark wie möglich gebremst, konnte aber nicht rechtzeitig verlangsamen. Die Rennkommissare entschieden, den Vorfall nicht weiter zu verfolgen.

Position Fahrer Team Zeit Rückstand
1 Lewis Hamilton Ferrari 1 :20.117
2 Charles Leclerc Ferrari 1 :20.286 +0.169
3 Carlos Sainz Ferrari 1 :20.528 +0.411
4 Max Verstappen Red Bull 1 :20.692 +0.575
5 Andrea Kimi Antonelli Mercedes 1 :20.845 +0.728

George Russell beendete die Session vorzeitig, als sein Mercedes an der Curva Grande aufgrund eines Leistungsverlusts zum Stillstand kam. Der Brite blieb im siebten Gang hängen und konnte sein Fahrzeug nicht mehr bewegen, was weitere Verbesserungsversuche verhinderte.

McLaren kämpft mit der Balance

Lando Norris hatte sichtbare Schwierigkeiten mit seinem McLaren und brach zweimal seine Soft-Reifen-Runden ab. Das Fahrzeug wirkte in den frühen Trainingsphasen schwer zu kontrollieren, was die erwarteten Verbesserungszeiten zunichtemachte.

Die Probleme bei McLaren verdeutlichten die unterschiedlichen Ansätze der Teams bei der Fahrzeugabstimmung für Monza. Während Ferrari eine solide Balance fand, kämpften andere Konstrukteure mit der optimalen Setup-Konfiguration für die italienische Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Folgende Herausforderungen prägten das erste Training :

  • Reifentemperatur-Management auf der schnellen Strecke
  • Aerodynamische Balance zwischen Geraden und Kurven
  • Motorleistung versus Fahrzeugstabilität
  • Bremsentemperatur in den Varianten-Sektionen

Nachwuchstalente und Personalwechsel

Andrea Kimi Antonelli beeindruckte auf dem fünften Platz vor Norris, während Alex Albon keine Zeit auf Soft-Reifen setzte und dennoch Siebter wurde. Carlos Sainz positionierte sich zwischen den Ferrari-Fahrern und Verstappen, was die Stärke des italienischen Teams unterstrich.

Alex Dunne ersetzte Meisterschaftsführer Oscar Piastri und beendete die Session auf dem 16. Platz, während Paul Aron für Franco Colapinto bei Alpine einstieg. Der Este erlebte einen Dreher bei der Variante della Roggia, als er den Kurveneingang anvisierte und das Heck verlor.

Aron landete auf dem letzten Platz, eine Zehntelsekunde hinter Ollie Bearman. Diese Personalrotationen boten jungen Fahrern wertvolle Erfahrungen auf einer der anspruchsvollsten Strecken im Formel-1-Kalender.

Fernando Alonso und Hadjar komplettierten die Top 10, während die Session wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung des Rennwochenendes lieferte. Ferrari demonstrierte beeindruckende Form vor den heimischen Fans und setzte ein starkes Zeichen für die kommenden Qualifikations- und Rennsessions.

Sophia
Nach oben scrollen