HAAS RT Audi triumphiert bei den 12 Stunden von Misano mit beeindruckender Leistung

HAAS RT Audi triumphiert bei den 12 Stunden von Misano mit beeindruckender Leistung

Die Motorsportwelt blickte am vergangenen Wochenende gespannt nach Italien, wo das HAAS RT Audi-Team einen beeindruckenden Sieg bei den 12 Stunden von Misano errang. Die Mannschaft um Peter Guelinckx, Jef Machiels und Matisse Lismont demonstrierte eindrucksvoll, warum der Audi R8 LMS GT3 Evo II zu den Top-Fahrzeugen im GT3-Rennsport zählt.

Dominante vorstellung des HAAS RT teams in Misano

Der Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 21 setzte sich nach einem packenden Rennen mit fast einer Minute Vorsprung gegen den von der Pole gestarteten Porsche 911 GT3 R des Teams Proton Huber Competition durch. Für das HAAS RT Team bedeutet dieser Erfolg den zweiten Saisonsieg nach dem Triumph in Mugello. Bemerkenswert ist auch, dass es der zweite aufeinanderfolgende Sieg für Audi-Fahrzeuge bei diesem Rennen ist, nachdem im Vorjahr das Sainteloc Junior Team die Premierenausgabe für sich entscheiden konnte.

Der Grundstein für den Erfolg wurde bereits beim Start gelegt. Matisse Lismont, der den ersten Stint fuhr, verbesserte sich direkt von Startplatz vier auf die zweite Position. Jef Machiels übernahm später das Steuer und eroberte in Runde 48 die Führung vom Ferrari 296 GT3 des Teams Scuderia Praha mit einem beherzten Manöver in der Haarnadelkurve. Nach vier Rennstunden hatte das HAAS RT Team seine Kontrolle über das Rennen gefestigt.

Die Herausforderer wechselten im Rennverlauf: Zunächst war es das RedAnt Mercedes-AMG Team, das die Verfolgung aufnahm. Zur Halbzeit des Rennens schob sich jedoch der Porsche von Proton Huber dank einer beeindruckenden Pace von Klaus Bachler auf den zweiten Platz vor. Diese Rangfolge blieb auch bestehen, als die Dunkelheit über den Misano World Circuit hereinbrach.

Spannende klassenwertungen bei den 12h Misano

Während HAAS RT den Gesamtsieg einfuhr, gab es in den verschiedenen Klassen spannende Duelle. Das Porsche-Quartett von Proton Huber mit Jorg Dreisow, Manuel Lauck, Klaus Bachler und Constantin Dressler sicherte sich den Sieg in der Pro-Am-Wertung, obwohl sie den Gesamtsieg verpassten. Das Podium der Gesamtwertung wurde vom RedAnt Racing Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 93 komplettiert. Die Fahrer Yannick und Ayrton Redant, Kobe de Breucker sowie Kenneth Heyer kamen mit zwei Runden Rückstand ins Ziel.

In der Am-Klasse setzte sich der Audi R8 LMS GT3 mit der Startnummer 71 vom Juta Racing Team durch. Tim Muller, Nicola Michelon und Arunas Geciauskas belegten damit den vierten Gesamtrang, drei Runden hinter dem RedAnt Mercedes. Den fünften Platz und damit Rang zwei in der Pro-Am-Wertung belegte der Ferrari von Scuderia Praha mit Miroslav und Matus Vyboh, dem ehemaligen GP2-Piloten Josef Kral sowie Dennis Waszek.

Position Team Fahrzeug Fahrer Klassenwertung
1 HAAS RT Audi R8 LMS GT3 Evo II Guelinckx/Machiels/Lismont Gesamt
2 Proton Huber Competition Porsche 911 GT3 R Dreisow/Lauck/Bachler/Dressler Pro-Am (1.)
3 RedAnt Racing Mercedes-AMG GT3 Evo Redant/Redant/de Breucker/Heyer Gesamt

Einen hart umkämpften Sieg in der 992-Klasse sicherte sich das Van Berlo Motorsport by Bas Koeten Racing Team. Die Brüder Glenn und Kay van Berlo zusammen mit ihrem Vater Marcel erreichten den siebten Gesamtrang und hatten sieben Runden Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten, das RPM Racing Team.

Technische herausforderungen und bemerkenswerte leistungen

Die 12 Stunden von Misano stellten die Teams vor zahlreiche technische Herausforderungen. Das Era Motorsport Team mit seinem Ferrari der Startnummer 81 fiel auf den achten Platz zurück, nachdem ein längerer Boxenstopp für den Austausch einer Servopumpe notwendig wurde. Dennoch reichte es noch für einen Podiumsplatz in der Pro-Am-Kategorie.

Das einzige GT4-Fahrzeug im Feld, der Mercedes-AMG GT4 mit der Startnummer 421 vom Team Venture, belegte den 13. Gesamtrang und bewies damit die Zuverlässigkeit dieser Fahrzeugkategorie auch bei Langstreckenrennen.

Die Leistung der verschiedenen Teams lässt sich in folgenden Punkten zusammenfassen:

  • HAAS RT: Perfekte Strategie und fehlerfreie Fahrten
  • Proton Huber: Starke Pace, besonders mit Klaus Bachler am Steuer
  • RedAnt Racing: Konstant schnelle Rundenzeiten auch in der Nacht
  • Juta Racing: Hervorragendes Teamwork in der Am-Klasse
  • Van Berlo Motorsport: Familiärer Zusammenhalt führte zum Klassensieg

Ausblick auf die kommenden rennen der Michelin 24H Series

Mit diesem beeindruckenden Sieg hat das HAAS RT Team seine Ambitionen in der Michelin 24H Series deutlich unterstrichen. Der Audi R8 LMS GT3 Evo II bestätigte seine Wettbewerbsfähigkeit und Zuverlässigkeit über die gesamte Renndistanz von 12 Stunden.

Nach einer sechswöchigen Pause steht am 5. Juli das vorletzte Rennen der Serie auf dem Circuit Paul Ricard in Frankreich an. Die Teams werden diese Pause nutzen, um ihre Fahrzeuge optimal vorzubereiten und Strategien für das nächste Langstreckenrennen zu entwickeln.

Der Sieg in Misano könnte für das HAAS RT Team ein wichtiger Schritt in Richtung Gesamtsieg in der Meisterschaft sein. Mit der bewiesenen Konstanz und der perfekten Abstimmung zwischen Fahrern und Fahrzeug zählen sie nun definitiv zu den Favoriten für die verbleibenden Rennen der Saison 2025.

Die technische Überlegenheit des Audi R8 LMS GT3 Evo II in Kombination mit der fehlerfreien Fahrleistung von Guelinckx, Machiels und Lismont hat eindrucksvoll gezeigt, dass im Langstreckenrennsport nicht nur pure Geschwindigkeit, sondern auch Zuverlässigkeit und strategisches Geschick entscheidend sind. Genau diese Faktoren werden auch beim nächsten Rennen in Paul Ricard den Unterschied machen können.

Sophia
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