Die Formel-1-Saison 2025 ist in vollem Gange, und der Australien-Grand-Prix in Melbourne sorgt bereits für Aufsehen. Nach den ersten Trainingseinheiten am Freitag hat Charles Leclerc mit seinem Ferrari die Bestzeit aufgestellt und damit klare Ambitionen für das Rennwochenende gezeigt. Mit einer Zeit von 1:16.439 in der zweiten Trainingseinheit setzte der Monegasse ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz. Doch die McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris liegen nur knapp dahinter, was auf einen spannenden Qualifying-Kampf hindeutet.
Ferrari glänzt in Melbourne mit Leclerc an der Spitze
Der Auftakt des Grand-Prix-Wochenendes in Australien verlief für Ferrari vielversprechend. Charles Leclerc dominierte das zweite freie Training und setzte mit seiner Bestzeit von 1:16.439 ein deutliches Ausrufezeichen. Der Monegasse scheint sich auf dem Albert Park Circuit besonders wohlzufühlen, was für die Scuderia ein positives Signal für den Rest des Wochenendes darstellt.
Auch wenn Leclerc selbst seine Erwartungen noch zurückhält, zeigt die Performance deutlich, dass Ferrari Fortschritte gemacht hat: „Wir haben natürlich noch einiges zu verbessern, und ich bin mit der Balance noch nicht vollkommen zufrieden, aber wir sind in einer viel besseren Position im Vergleich zu den Testfahrten in Bahrain.“
Lewis Hamilton, der sein Debütwochenende für Ferrari bestreitet, landete auf dem fünften Platz mit einem Rückstand von 0,42 Sekunden auf seinen Teamkollegen. Der siebenfache Weltmeister befindet sich noch in der Eingewöhnungsphase: „Das Auto fühlt sich völlig anders an als alles, was ich auf dieser Strecke jemals erlebt habe. Es erfordert einen anderen Fahrstil, aber ich passe mich Stück für Stück an und genieße das Fahren.“
Die Ferrari-Performance deutet darauf hin, dass der erwartete Rückstand auf McLaren möglicherweise nicht so groß ist wie zunächst angenommen. Dies könnte zu einem spannenden Dreikampf zwischen Ferrari, McLaren und möglicherweise Mercedes führen, während Red Bull überraschend Probleme zu haben scheint.
McLaren mit starker Pace und heimischem Vorteil
Die McLaren-Piloten zeigten ebenfalls eine beeindruckende Leistung. Lokalmatador Oscar Piastri landete mit nur 0,124 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz, während Lando Norris, der im ersten Training die Bestzeit gesetzt hatte, mit 0,141 Sekunden Rückstand auf Rang drei folgte. Diese engen Abstände versprechen ein spannendes Qualifying am Samstag.
Piastri, der vor heimischem Publikum fährt, zeigte sich zuversichtlich: „Das Tempo war ziemlich solide. Wir haben noch einige Dinge zu verbessern, damit sich das Auto etwas besser anfühlt, aber die grundlegende Pace scheint stark zu sein. Wir wollen nicht nur aufs Podium, sondern auf die oberste Stufe.“
Die McLaren-Performance ist besonders bemerkenswert, da das Team bereits in den Vorsaisontests in Bahrain einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Die Konstanz über unterschiedliche Streckenlayouts hinweg könnte ein Indikator dafür sein, dass McLaren in dieser Saison regelmäßig um Siege kämpfen wird.
Hier die Top-5 der zweiten Trainingssession:
- Charles Leclerc (Ferrari) – 1:16.439
- Oscar Piastri (McLaren) – +0.124
- Lando Norris (McLaren) – +0.141
- Yuki Tsunoda (Racing Bulls) – +0.345
- Lewis Hamilton (Ferrari) – +0.420
Red Bull mit unerwarteten Schwierigkeiten
Überraschend schwach präsentierte sich das Red Bull-Team. Weltmeister Max Verstappen kam nicht über Platz sieben hinaus und benötigte drei Versuche auf den weichen Reifen, um eine ordentliche Rundenzeit zu setzen. Fehler in Kurve 1 und Kurve 3 kosteten ihn bei seinem ersten schnellen Versuch wertvolle Zeit.
Verstappen selbst schien von der Performance nicht überrascht: „Die Balance war nicht einmal komplett daneben, keine massiven oder großen Probleme. Aber irgendwie kam der Grip nicht zum Leben, und ich hatte bei allen vier Reifen Schwierigkeiten, besonders im ersten und letzten Sektor. Das Problem ist, dass ich keine großen Balanceprobleme habe, daher wird es etwas schwieriger zu beheben sein.“
Noch schlechter lief es für seinen Teamkollegen Liam Lawson, der nur den 17. Platz belegte. Besonders bemerkenswert: Beide Racing Bulls-Piloten, Yuki Tsunoda (4.) und Rookie Isack Hadjar (6.), waren schneller als die Fahrer des Hauptteams – eine Konstellation, die nicht den Erwartungen entspricht.
| Team | Fahrer | Position FP2 | Zeitdifferenz zu P1 |
|---|---|---|---|
| Ferrari | Charles Leclerc | 1 | – |
| Ferrari | Lewis Hamilton | 5 | +0.420 |
| Red Bull | Max Verstappen | 7 | +0.581 |
| Red Bull | Liam Lawson | 17 | +1.243 |
Rookies im Fokus: Neue Generation betritt die Formel-1-Bühne
Die Saison 2025 bringt eine bemerkenswerte Erneuerung im Fahrerfeld mit sich. Sechs Fahrer, von denen fünf in den letzten zwei Jahren aus der Formel 2 aufgestiegen sind, bereiten sich auf ihre erste komplette F1-Saison vor. Diese Neulinge stehen vor besonderen Herausforderungen, aber auch vor großen Chancen, sich auf höchstem Niveau zu beweisen.
Liam Lawson hat mit bereits 11 Grand-Prix-Starts seinen Rookie-Status zwar technisch abgelegt, gilt aber dennoch als Teil dieser neuen Welle. Oliver Bearman erlebte einen schwierigen Freitag – nach nur 12 Runden im ersten Training setzte er seinen Haas in die Bande und konnte für den Rest des Tages nicht mehr fahren. Der Brite zeigte sich reumütig: „Es ist ziemlich holprig da draußen und ich habe einfach die Kontrolle verloren. Ich wollte zu früh zu viel, was meine Herangehensweise ist, aber nicht die richtige für die Formel 1.“
Mercedes-Neuling Andrea Kimi Antonelli hingegen schlug sich ordentlich und landete auf Platz 16, nur drei Zehntel hinter seinem erfahrenen Teamkollegen George Russell. Der junge Italiener zeigte sich positiv: „Es war ein recht positiver Tag. Bei der Einzelrunde gibt es noch Arbeit, aber ich habe mich ziemlich gut gefühlt. Ich gewinne Runde für Runde mehr Vertrauen, und der Long Run war recht positiv.“
Racing Bulls-Rookie Isack Hadjar sorgte mit Platz 6 für eine der positiven Überraschungen des Tages und unterstrich damit das Potenzial der neuen Generation. Bruno Michel, CEO der Formel 2 und Formel 3, sieht in den Rookies eine Bereicherung: „Dieses frische Blut, wenn diese jungen Fahrer bereit sind – und sie haben bewiesen, dass sie es sind – ist definitiv ein Plus für die Formel-1-Teams.“
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