Audi bereitet sich intensiv auf seinen Einstieg in die Formel 1 im Jahr 2026 vor und hat kürzlich eine bedeutende Umstrukturierung seiner Organisationsstruktur bekannt gegeben. Die Neuausrichtung bringt wesentliche Änderungen in der Führungsebene mit sich, während das Unternehmen die Entwicklung seines F1-Projekts beschleunigt.
Strategische Führungswechsel für den F1-Einstieg
Mattia Binotto übernimmt eine erweiterte Rolle als Leiter des Audi F1-Projekts. Der ehemalige Ferrari-Teamchef, der erst letzten Sommer als Chief Operating and Chief Technical Officer zu Audi kam, wird nun die Entwicklungsaktivitäten an sämtlichen Standorten koordinieren. Seine Verantwortung erstreckt sich über die Einrichtungen in Hinwil und Neuburg an der Donau sowie das zukünftige technische Zentrum in England.
Die neue Struktur unterstreicht Audis Ziel, eine nahtlose Abstimmung zwischen Rennwagen und Antriebsstrang zu gewährleisten. Unter Binottos Führung sollen die verschiedenen Entwicklungsbereiche enger zusammenarbeiten, um den ehrgeizigen Zeitplan für den F1-Einstieg einzuhalten.
Gleichzeitig hat Christian Foyer am 1. Mai eine neu geschaffene Position als Chief Operating Officer (COO) übernommen. Der deutsche Ingenieur bringt rund 18 Jahre Erfahrung im Bereich Betriebsabläufe und Projektmanagement für verschiedene F1-Teams und Hersteller mit. Er wird Teil des Vorstands der Audi Formula Racing GmbH (AFR), die für den Hybrid-Antriebsstrang verantwortlich ist.
Diese Umstrukturierung erfolgt nach dem einvernehmlichen Ausscheiden von Adam Baker, dem bisherigen Chief Executive Officer. Die CEO-Position wird im Rahmen der Reorganisation komplett eliminiert, während Foyer die operativen Verantwortlichkeiten übernimmt, die zuvor von Baker betreut wurden.
Die technische Expertise hinter dem Formel-1-Engagement
Audis Formel-1-Projekt vereint strategisch wichtige Fachleute, die das ambitionierte Vorhaben vorantreiben sollen. Neben Binotto und Foyer spielt Stefan Dreyer eine zentrale Rolle. Er wird weiterhin als CTO die Antriebsstrangentwicklung in Neuburg leiten und übernimmt zusätzlich die neue Position des Sprechers des AFR-Vorstands.
Die technische Struktur von Audis F1-Programm umfasst mehrere Schlüsselbereiche:
- Motorenentwicklung in Neuburg an der Donau
- Chassisentwicklung in Hinwil (aktuelles Sauber-Werk)
- Neues technisches Zentrum in England (in Planung)
- Integration von Antriebsstrang und Chassis
Diese verteilte Struktur erfordert eine präzise Koordination, um die Effektivität zu maximieren. Gernot Döllner, Vorstandsvorsitzender der AUDI AG, würdigte Baker für seine Verdienste: „Er hat das strategische Gesamtkonzept für den Einstieg von Audi in die Formel 1 maßgeblich mitgestaltet und die Entwicklung der Power Unit in Neuburg auf den Weg gebracht.“
Mit Foyer gewinnt Audi einen ausgewiesenen Experten für Prozessstrukturen in der F1-Antriebsstrangentwicklung. Seine Erfahrung soll die synergetische Zusammenarbeit und die notwendige Geschwindigkeit auf dem Weg zum Debüt sicherstellen.
| Position | Name | Hauptverantwortung |
|---|---|---|
| Leiter des F1-Projekts | Mattia Binotto | Gesamtkoordination der Entwicklung |
| Chief Operating Officer | Christian Foyer | Operative Prozesse |
| CTO & Vorstandssprecher AFR | Stefan Dreyer | Antriebsstrangentwicklung in Neuburg |
| Teamchef | Jonathan Wheatley | Rennbetrieb bei Sauber/Audi |
Die Transformation von Sauber zu Audi schreitet voran
Der Übergang vom aktuellen Kick Sauber Team zum vollwertigen Audi Werksteam ist in vollem Gange. Ein wichtiger Schritt in diesem Prozess war die Ernennung von Jonathan Wheatley zum Teamchef und Vorstandssprecher der Sauber Motorsport AG im April 2025. Wheatley konzentriert sich auf die Leitung des Rennbetriebs des Teams, das 2026 offiziell zu Audi werden wird.
Die Integration des Sauber-Teams in die Audi-Struktur folgt einem schrittweisen Ansatz:
- Technische Anpassung der bestehenden Infrastruktur
- Strategische Personalentscheidungen und Teamaufbau
- Entwicklung des Rennwagens nach dem neuen Reglement für 2026
- Schrittweise Übernahme der Markenidentität
Besonders die Etablierung des technischen Zentrums in England markiert einen wichtigen Meilenstein in diesem Transformationsprozess. Diese Einrichtung wird eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Fahrzeugs spielen und die Verbindung zwischen den verschiedenen Standorten stärken.
Während Audi seine Organisationsstruktur optimiert, bleibt der Fokus klar auf dem Jahr 2026 gerichtet. Die Ingolstädter wollen beim Einstieg in die Königsklasse des Motorsports sofort konkurrenzfähig sein. Die strategischen Personalentscheidungen und die klare Aufgabenverteilung verdeutlichen die Ernsthaftigkeit, mit der das Unternehmen dieses Projekt verfolgt.
Mit der neuen Organisationsstruktur schafft Audi die Voraussetzungen, um die enormen technischen und logistischen Herausforderungen zu meistern, die mit dem Einstieg in die Formel 1 verbunden sind. Der Premiumhersteller demonstriert damit sein langfristiges Engagement in der Spitze des internationalen Motorsports.
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