Der Formel-1-Zirkus ist zurück in Japan! Das Rennwochenende in Suzuka verspricht packende Action und spannende Entwicklungen. Mit dem kultigen Streckenlayout und einer begeisterten Fangemeinde bietet der japanische Grand Prix wie immer beste Voraussetzungen für spektakulären Motorsport.
Norris dominiert erstes Training in Suzuka
Das erste freie Training auf dem legendären Suzuka Circuit brachte bereits einige überraschende Ergebnisse. Lando Norris setzte mit seinem McLaren die Bestzeit mit einer 1:28.549 und bestätigte damit die starke Form des britischen Teams. Mercedes-Pilot George Russell folgte auf dem zweiten Platz, während Charles Leclerc im Ferrari die drittschnellste Zeit erzielte.
Die Bedingungen auf der Strecke erwiesen sich als herausfordernd. Bei einer Lufttemperatur von nur 13,6°C und einer Streckentemperatur von etwa 36°C kämpften die Fahrer mit starkem Wind, der für Instabilität und Traktionsprobleme sorgte. Mehrere Piloten, darunter auch Norris selbst, erlebten dadurch schwierige Momente auf der Strecke.
McLaren scheint besonders gut für das Layout in Suzuka gerüstet zu sein. Mit sieben Siegen ist das Team aus Woking der erfolgreichste Rennstall auf dieser Strecke. Allerdings zeigten sich bei Norris‘ Fahrzeug auch die bekannten Schwächen in langsamen Kurven, als er in der letzten Schikane einen Ausrutscher hatte und durch den Kies fuhr.
Hier die Top-5 des ersten freien Trainings:
| Position | Fahrer | Team | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Lando Norris | McLaren | 1:28.549 |
| 2 | George Russell | Mercedes | 1:28.809 |
| 3 | Charles Leclerc | Ferrari | k.A. |
| 4 | Lewis Hamilton | Mercedes | k.A. |
| 5 | Max Verstappen | Red Bull | k.A. |
Tsunodas Heimspiel-Debüt im Red Bull
Alle Augen sind an diesem Wochenende auf Yuki Tsunoda gerichtet. Der Japaner feiert sein Debüt im Hauptteam von Red Bull – ausgerechnet bei seinem Heimrennen. Nach der überraschenden Entscheidung, Sergio Perez durch Tsunoda zu ersetzen und Liam Lawson wieder zurück zu Racing Bulls zu versetzen, steht der lokale Held unter enormem Druck.
Im ersten Training zeigte Tsunoda eine beeindruckende Leistung. Er fuhr zeitweise auf den zweiten Platz, nur drei Zehntel hinter Russell, und beendete die Session schließlich als Sechster – nur ein Zehntel hinter seinem neuen Teamkollegen Max Verstappen. Ein vielversprechender Start, auch wenn die Freitagszeiten nur begrenzte Aussagekraft haben.
Tsunoda kämpfte sichtlich mit dem schwierigen Handling des RB21, den er vor diesem Wochenende noch nie gefahren hatte. Im Team-Funk beschrieb er das Auto als „interessant auf der Strecke“ – vermutlich ein Euphemismus für die bekannten Probleme des aktuellen Red Bull-Boliden.
Für das Wochenende hat sich Tsunoda ehrgeizige Ziele gesetzt:
- Erreichen des Q3 im Qualifying
- Ein Platz in den Top 10 im Rennen
- Möglichst geringer Abstand zu Verstappen
- Im Idealfall ein Podiumsplatz vor heimischem Publikum
Red Bull präsentiert sich in Japan übrigens mit einer speziellen weißen Lackierung, die an Hondas ersten Formel-1-Sieg vor 60 Jahren erinnert. Das Design erinnert an den legendären Honda RA272, mit dem Richie Ginther 1965 beim Großen Preis von Mexiko triumphierte.
Herausfordernde Streckenbedingungen in Suzuka
Der 5,807 Kilometer lange Suzuka Circuit gilt als eine der anspruchsvollsten und schönsten Strecken im Formel-1-Kalender. Mit seiner einzigartigen Figur-8-Konfiguration und der berühmten „Esses“-Sektion fordert er von den Fahrern höchste Präzision und Mut. Besonders bei den windigen Bedingungen, die am ersten Trainingstag herrschten, stellte die Strecke eine enorme Herausforderung dar.
Die geringe Lufttemperatur in Kombination mit der relativ warmen Streckenoberfläche erschwerte es den Teams, das optimale Setup zu finden. Mehrere Fahrer hatten Probleme mit der Stabilität und dem Reifenmanagement. Norris berichtete beispielsweise von Graining auf seinen Medium-Reifen während der längeren Stints in der zweiten Hälfte des Trainings.
Alex Albon fand sich nach einer Blockade des linken Vorderreifens in der Haarnadelkurve außerhalb der Strecke wieder, und auch der italienische Nachwuchsfahrer Kimi Antonelli erlebte an derselben Stelle einen Verbremser. Die begrenzten Auslaufzonen in Suzuka bieten wenig Vergebung für Fehler – ein Aspekt, den viele Fahrer und Fans an dieser klassischen Strecke schätzen.
Die Windverhältnisse könnten das gesamte Wochenende über eine Rolle spielen. Laut dem offiziellen FIA-Wetterbericht wird für Samstagnacht Regen erwartet. Obwohl der Freitag sonnig begann, waren die starken Windböen ein bestimmender Faktor. Wie wir bereits in früheren Rennen dieser Saison gesehen haben, können plötzliche Windböen das Verhalten der Fahrzeuge drastisch beeinflussen.
Kampf der Spitzenteams in Japan
Der Grand Prix von Japan könnte ein entscheidendes Rennen im Titelkampf werden. Nach den ersten Trainingseindrücken zeichnet sich ein spannendes Duell zwischen McLaren, Mercedes und Red Bull ab. Ferrari scheint ebenfalls in Schlagdistanz zu sein, mit beiden Autos in den Top 5 des ersten Trainings.
Für McLaren ist Suzuka traditionell ein starkes Pflaster. Das britische Team hält mit sieben Siegen den Rekord auf dieser Strecke. Mit Norris und Piastri, die beide bereits in dieser Saison jeweils einen Grand Prix gewinnen konnten, ist McLaren in einer hervorragenden Position, um diesen Erfolg fortzusetzen.
Mercedes zeigte im ersten Training ebenfalls gute Form, mit Russell auf Platz zwei und Hamilton auf dem vierten Rang. Der siebenfache Weltmeister Hamilton genießt in Japan eine enorme Popularität, was durch die zahlreichen Fans mit seinen Fanartikel an der Strecke deutlich wurde.
Max Verstappen, der die letzten drei Ausgaben des Japanischen Grand Prix gewann, kämpft derweil mit einem schwierigen RB21. Der Niederländer betonte, dass das Hauptproblem des Teams nicht der zweite Fahrer sei, sondern vielmehr das Auto, das „nicht dort ist, wo wir es haben wollen“. Mit einer verbesserten Performance des Fahrzeugs würden auch die Ergebnisse des zweiten Piloten automatisch besser werden.
Die zweite Trainingssession beginnt um 8:00 Uhr MEZ und wird weitere Aufschlüsse über die Kräfteverhältnisse geben. Mit der Spezialversion des Red Bull in Weiß, Tsunodas Heimdebüt und dem engen Kampf der Spitzenteams verspricht das Wochenende in Suzuka hochkarätige Formel-1-Action.
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